DAS JAGDHUNDE- WESEN

Jagd ohne Hund ist Schund! Ein gut ausgebildeter Jagdhund ist unerlässlich für eine waidgerechte Jagdausübung.

Anmeldung für die Hundekurse der Brauchbarkeitsprüfungen

Die KJV Biberach bietet ab dem 05. Mai jeweils sonntags einen Kurs zur Vorbereitung für die Brauchbarkeitsprüfung (1.1 und 1.2) an, der auch die Ausbildungsfächer „nach dem Schuss“ der HZP, EPB, VGP, GP, und VP abdeckt. Bei genügender Beteiligung werden auch eine Welpen- und Junghundegruppe (6 – 7 Monate ) gebildet.

Eindrücke vom letztjährigen Hundekurs finden Sie hier.

 

Brauchbarkeitsprüfungen

Die Brauchbarkeit kann in einzelnen Modulen erlangt werden. Folgende Module sind möglich:

1.1 Brauchbarkeit ausschließlich für Nachsuchen im Schalenwildrevier
1.2 Erweiterte Brauchbarkeit Feld und Wald (nach dem Schuss)
1.3 Erweiterte Brauchbarkeit Wasser
1.4 Brauchbarkeit für Nachsuchen unter erschwerten Bedingungen
1.5 Brauchbarkeit für die Bewegungsjagd
1.6 Brauchbarkeit für die Baujagd

 

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Sonstige Anerkennung der jagdlichen Brauchbarkeit

Die Brauchbarkeit kann in einzelnen Modulen erlangt werden. Folgende Module sind möglich:

1.1 Brauchbarkeit ausschließlich für Nachsuchen im Schalenwildrevier
1.2 Erweiterte Brauchbarkeit Feld und Wald (nach dem Schuss)
1.3 Erweiterte Brauchbarkeit Wasser
1.4 Brauchbarkeit für Nachsuchen unter erschwerten Bedingungen
1.5 Brauchbarkeit für die Bewegungsjagd
1.6 Brauchbarkeit für die Baujagd

 

Als jagdlich brauchbar für die Varianten 1.1, 1.2, 1.3 im Sinne der
BrPO gelten auch Jagdhunde, die folgende Verbands- oder Zuchtprüfungen ihrer Rasse – ggf. mit erforderlichen Zusatzprüfungen –
bestanden haben:

  • Die Verbandsgebrauchsprüfung (VGP) oder die Verbandsprüfung nach dem Schuss (VPSO). 
  • Andere Verbands- oder Zuchtprüfungen, die die Prüfungsfächer der jeweiligen Brauchbarkeit beinhalten. 
  • Als brauchbar für die Bewegungsjagd gelten auch Hunde, die das Fach „Stöbern“ im Rahmen einer bestandenen Zucht- oder Leistungsprüfung bestanden haben, spur- und/oder fährtenlaut jagen und die Fachgruppe „Gehorsam“ gem. BrPO in allen Fächern bestanden haben.
  • Sofern einzelne Prüfungen nicht alle Fächer gemäß den Varianten der Brauchbarkeit umfassen, sind Zusatzprüfungen in den entsprechenden Fächern im Anschluss an die jeweilige Prüfung oder anlässlich einer Brauchbarkeitsprüfung möglich. Die Federwildschleppe entspricht dem Bringen von Federwild (Freiverlorensuche).
  • Jagdlich brauchbar für erschwerte Nachsuchen sind auch Jagdhunde, die die Anforderungen gem. §17 Abs. 2 DVO JWMG erfüllen.
  • Erfolgreiche abgelegte Brauchbarkeitsprüfungen bei anderen Landesjagdverbänden werden anerkannt.
 

Zugelassene Rassen für die Brauchbarkeitsprüfungen

Hunde, die folgende Kriterien füllen, können zugelassen werden:
  • Jagdhunde, die an Leistungsprüfungen des JGHV teilnehmen
    dürfen.
  •  Jagdhunde mit Arbeitsprüfungen der FCI Gruppen 6 (Lauf-,Schweißhunde und verwandte Rassen), 7 (Vorstehhunde) und 8 (Apportier-, Stöber- und Wasserhunde) mit Abstammungsnachweis ihres jeweiligen Zuchtverbandes.
  •  Jagdhunde, deren Rasse ihren Ursprung in Ländern außerhalb des Wirkungsbereichs der FCI hat, sofern sie einen vom im Ursprungsland zuständigen Zuchtverband anerkannten Abstammungsnachweis haben.
  •  Als lokale Besonderheit Schwarzwälder Schweißhunde und
  • Schwarzwälder Bracken (Wälderdackel) mit Papieren ihres
    Verbandes/Vereins.
  • Jagdhunde, die vor dem 01.01.2018 gewölft wurden und nach
    der BrPO von 2010 zugelassen waren.
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Mindestalter und sonstige Voraussetzungen

  • Das Mindestalter beträgt für die Teilnahme an der Brauchbarkeitsprüfung gemäß 1.1, 1.2, 1.3 und 1.5 zwölf Monate.
  •  Für die Teilnahme an der Brauchbarkeitsprüfung gemäß 1.4
    24 Monate.
  • Das Mindestalter für die Teilnahme an Bauprüfungen zur
    Erlangung der Brauchbarkeit gemäß 1.6 regeln die zuständigen
    Zuchtvereine.
  • Der Jagdhund muss eindeutig identifizierbar sein (Mikrochip oder Tätowierung).
  •  Läufige Hündinnen sind vor Prüfungsbeginn dem Prüfungsleiter zu melden. Eine Teilnahme an der Prüfung ist nur möglich, wenn dies aus organisatorischen Gründen durchführbar ist. Läufige Hündinnen sind getrennt zu verwahren und als letzter Hund der Gruppe zu prüfen. Das wissentliche Verschweigen der Läufigkeit führt zum Ausschluss von der Prüfung.
  • Kranke und krankheitsverdächtige Hunde sind von der Prüfung ausgeschlossen.
  • Das Führen von Hunden mit Dressurhilfsmitteln (z. B. Dressurhalsbänder oder deren Attrappen) ist nicht zulässig. Das Tragen
    von Ortungsgeräten ist nur bei der Stöberarbeit zulässig.

  • Der Führer muss im Besitz eines gültigen Jagdscheines und Mitglied in einer Untergliederung einer anerkannten Vereinigung der Jäger oder eines Mitgliedsvereins des Jagdgebrauchshundverbandes sein. Über Ausnahmen entscheidet der zuständige Kreisjägermeister unter Mitwirkung des Hundeobmanns. 

  • Der Führer eines Hundes ist für einen ausreichenden Haftpflichtversicherungsschutz des geführten Hundes verantwortlich.

  •  Ein Hundeführer darf auf einer Brauchbarkeitsprüfung nicht mehr als zwei Hunde führen.

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Prüfungsfächer

1. Gehorsam

Allgemeiner Gehorsam

Die prüfungsmäßige Feststellung des Gehorsams während der gesamten Prüfung ist von größter Wichtigkeit. Der Gehorsam ist Ausdruck einer sauberen und gründlichen Abrichtung und Voraussetzung für jede jagdliche Brauchbarkeit des Hundes. Der Gehorsam zeigt sich darin, dass sich der Hund während der Arbeit anderer Hunde ruhig verhält, auf Ruf und/oder Pfiff zum Führer kommt und sich bereitwillig anleinen lässt, nicht fortwährend an der Leine zerrt, winselt oder jault usw. und damit beweist, dass er auch auf der Jagd Führer und Mitjäger nicht stört. Hunde, die sich längere Zeit der Einwirkung des Führers und damit der Weiterprüfung entziehen, fortwährend an der Leine zerren, winseln oder jaulen können die Prüfung nicht bestehen. Bewertet wird sowohl das Verhalten der aufgerufenen als auch der nicht arbeitenden Hunde.

Schussfestigkeit im Feld oder Wald und Hereinkommen auf Ruf und/oder Pfiff: 

  • Zur Prüfung der Schussfestigkeit schnallt der Führer seinen Hund. Während der Hund frei läuft oder sucht, sind in seiner Nähe (30 bis 50 Meter) mindestens zwei Schrotschüsse mit einem Zeitabstand von wenigstens 20 Sekunden abzugeben. Lässt sich dann das Verhalten des Hundes nicht sicher beurteilen, so ist die Probe frühestens nach 30 Minuten zu wiederholen.
  • Schussempfindlichkeit ist das Erschrecken vor dem Knall des Schusses. Dieses Erschrecken kann sich in verschiedenen Graden äußern. Ist nur eine allgemeine Einschüchterung erkennbar, ohne dass der Hund sich in der Weiterarbeit stören lässt, so spricht man von „leichter Schussempfindlichkeit“. Sucht er unter Zeichen der Ängstlichkeit Schutz bei seinem Führer, nimmt aber 11 innerhalb einer Minute die Arbeit wieder auf, so wird das als (einfache) „Schussempfindlichkeit“ bezeichnet. Übersteigt die Dauer der Arbeitsverweigerung und des Beindrucktseins diese Minute, so ist die Schussempfindlichkeit „stark“. Die Grenzen für diese „starke Schussempfindlichkeit“ sind eine und fünf Minuten. Währt die Arbeitsverweigerung länger als fünf Minuten, so wird der Hund einem Schussscheuen gleichgesetzt. „Schussscheue“ ist gegeben, wenn der Prüfling statt des Schutzsuchens bei seinem Führer ausreißt und sich damit der Einwirkung seines Führers entzieht.
  • Stark schussempfindliche, schuss- und handscheue Hunde können die Prüfung nicht bestehen und sind von der Weiterprüfung auszuschließen.
  • Auf Veranlassung der Richter hat der Führer seinen Hund heranzurufen und/oder –pfeifen und ihn anzuleinen. Hunde, die nicht auf Ruf und/oder Pfiff zum Führer kommen, können die Prüfung nicht bestehen.

 


2. Schweißarbeit

Vorbereitung der Schweißarbeit

  • Die Schweißfährten dürfen an aufeinander folgenden Tagen
    nicht im selben Gelände gelegt werden. Die Mindestlänge
    beträgt für die Riemenarbeit 400 Meter.
  • Die Fährten sind im Wald oder in deckungsreichem Buschgelände
    zu legen. Es ist gestattet, die Fährte bis zu einer Länge von etwa
    100 Meter auf freiem Feld beginnen zu lassen.
  •  Der Anfang der Schweißfährte ist durch einen Zettel mit der
    Aufschrift „Fährte Nr. ……., gelegt …......Uhr“ kenntlich zu machen
    und zu verbrechen.
  • Die Entfernung zwischen den einzelnen Fährten muss überall
    mindestens 120 Meter betragen.
  • Bei der Herstellung der Fährte sind zwei stumpfwinklige Haken
    und ein Wundbett einzufügen.
  •  Die künstlichen Schweißfährten können im Tropf- oder Tupfverfahren hergestellt werden. Die Art der Herstellung ist in der
    Ausschreibung bekannt zu geben. Die Tropffährten sind mit
    durchsichtigen Tropfflaschen, die Tupffährten mit einem Tupfstock mit etwa sechs Quadratzentimeter großem und zwei
    Zentimeter dicken Schaumgummistück oder einem Tupfstock
    mit eingebautem Schweißbehälter zu legen.
  •  Der verwendete Schweiß muss frisch sein. Falls nicht genügend
    Wildschweiß zur Verfügung steht, kann frisches Haustierblut
    (Rind, Schaf, Schwein), auch in Mischung mit Schweiß, verwendet
    werden. Der Schweiß, das Blut oder die Mischung muss für alle
    Fährten auf einer Prüfung gleich sein.
  • Die Verwendung von Schweiß, Blut oder Mischung, die in
    frischem Zustand tiefgekühlt wurden, ist zulässig. Chemische
    Zusätze sind unzulässig.
  •  Die Schweißfährten dürfen nur vom Anschuss zum Stück gelegt
    werden.
  • Beim Legen der Fährte darf vom Richter und seinen Gehilfen nur
    eine Spur ausgegangen werden. Der Fährtenleger mit der Tropfflasche bzw. dem Tupfstock muss stets als letzter gehen.
  • Das Wundbett ist unauffällig anzulegen (Festtreten des Bodens,
    vermehrt Schweiß).
  • Während der Prüfung dürfen für den Hundeführer keine Markierungen erkennbar sein.
  • Es ist streng darauf zu achten, dass die Schweißfährte an ihrem
    Ende wirklich aufhört und nicht durch Unachtsamkeit weitergeführt wird. In der Folge darf kein Schweiß verloren gehen.
  •  Für die 400 Meter lange Fährte darf nicht mehr als ein Viertelliter Schweiß verwandt werden.
  • Bei jeder Prüfung ist mindestens eine Reservefährte herzustellen.
  • Die Stehzeit beträgt mindestens 14 Stunden über Nacht.
  • Die Riemenarbeit muss stets von drei Richtern beurteilt werden.
  • An das Ende der künstlichen Schweißfährte wird ein Stück
    Schalenwild oder die Decke von einem Stück Schalenwild mit
    Haupt gelegt.
  • Das betreffende Stück ist frei hinzulegen, nicht in eine Bodenvertiefung, hinter einen Baum o.ä.
  • Die Wildträger, die das Stück Schalenwild von Fährte zu Fährte
    umtragen, müssen sich nach dem Niederlegen des Stückes stets
    in gerader Verlängerung der Fährte und dann aus dem Winde
    entfernen.
  • Das Stück Schalenwild ist so zum Ende der Fährte zu tragen, dass
    auf dem Weg dorthin keine Verleitungen durch das Stück entstehen können.

 


Zu 1.2 Erweiterte Brauchbarkeit Feld und Wald (nach dem Schuss)

Bringen von Federwild (Freiverlorensuche)

  • Ein möglichst frisch erlegtes Stück Federwild wird im Gelände mit
    Deckung durch einen Richter unter Beachtung der Windrichtung
    mindestens 30 Meter vom Hund entfernt ausgelegt, wobei der
    Hund weder das Auslegen, noch das ausgelegte Stück eräugen
    darf.
  • Dem Hundeführer wird sodann die ungefähre Richtung angegeben. Der Hund muss von dort aus in der Freiverlorensuche
    möglichst gegen den Wind das ausgelegte Stück selbstständig
    finden und seinem Führer ohne weiteren Befehl zutragen. Der
    Führer kann in angemessener Entfernung hinter seinem Hund
    hergehen und ihn unterstützen.
  • Totengräber, Anschneider oder hochgradige Knautscher sind
    jagdlich unbrauchbar und von der Weiterprüfung auszuschließen.

 











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Verhalten auf dem Stand

Beim Verhalten auf dem Stand während des Treibens werden die Führer mit ihren angeleinten Hunden als Schützen an einer Dickung angestellt, während andere Personen die Dickung mit dem üblichen Treiberlärm durchgehen. Hierbei muss in der Dickung mehrfach geschossen werden, auch muss der Führer mindestens zweimal schießen. Die Anordnung dazu hat der Richter zu geben. Der Hund soll sich bei dieser Prüfung ruhig verhalten, er soll nicht winseln, darf nicht Hals geben, an der Leine zerren oder ohne Befehl vom Führer weichen.

Leinenführigkeit

  • Der angeleinte Hund soll dem durch Stangenholz oder Kulturen gehenden Führer so folgen, dass er sich mit der Führleine nicht verfängt und den Führer nicht am schnellen Vorwärtskommen hindert. Der Führer muss bei dieser Prüfung mehrfach dicht an 12 einzelnen Stangen oder Bäumen rechts und links vorbeigehen und mindestens einmal stehenbleiben.
  • Jedes Verfangen des Hundes mit der Leine, wie auch jedes Ziehen des Hundes an der Leine wird als Fehler gewertet. Ein Hund der mehr als zwei Fehler macht, kann die Prüfung nicht bestehen.
  • Die Beobachtungen, welche die Richter im Verlauf der Prüfung bei allen anderen Fächern hinsichtlich des Benehmens eines Hundes an der Leine machen, sind bei der Beurteilung dieses Faches zu verwerten.
  • Die vier Teilfächer 3.1.1 bis 3.1.4 gelten bei der Bewertung als ein Fach „Gehorsam“. Der Hund muss in allen vier Teilfächern eine genügende Leistung erbringen.

Hunde mit übersteigertem Aggressionsverhalten, Totengräber, Anschneider oder hochgradige Knautscher sind jagdlich unbrauchbar und von der Weiterprüfung auszuschließen. 

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Durchführung der Schweißarbeit 

  • Bei der Schweißarbeit wird reine Riemenarbeit geprüft.
  • Dem Führer sind der Anschuss und die Fluchtrichtung (Fährtenbruch) zu zeigen.
  •  Der Schweißriemen muss während der Arbeit in seiner ganzen
    Länge abgedockt und mindestens sechs Meter lang sein.
    Grundsätzlich ist er in der Mindestlänge von sechs Meter zu
    geben, darauf haben die Richter den Führer gegebenenfalls
    aufmerksam zu machen.
  • Eine gerechte Halsung bzw. Geschirr ist Bestandteil des Schweißriemens. Während der Schweißarbeit sind andere Halsungen
    abzunehmen. Warnhalsungen sind zusätzlich zulässig.
  • Während der Riemenarbeit müssen alle Richter der Gruppe dem
    Hund folgen. Der Hund soll sie ruhig, konzentriert und zügig,
    jedoch nicht in stürmischem Tempo arbeiten.
  • Der Führer darf den Hund vorübergehend anhalten oder ablegen, um selbst nach Schweiß zu suchen, er darf den Hund auch
    durch Vor- oder Zurückgreifen oder sonstige gerechte Hilfen
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    unterstützen. Nur in diesen Fällen sollen die Richter stehen
    bleiben, niemals aber dürfen die Richter warten, wenn sie
    feststellen, dass der Hund sich verschossen hat, ohne dass es der
    Führer merkt. Vielmehr müssen die Richter auch in einem
    solchen Fall dem arbeitenden Hund folgen und seine Arbeitsweise beobachten.
  • Bei der Riemenarbeit darf der Hund zweimal zurückgenommen
    und neu angelegt werden. Als erneutes Anlegen gilt nur das
    Zurücknehmen des weit (etwa 60 Meter) von der Fährte
    abgekommenen Hundes durch die Richter. In diesem Fall führen
    die Richter den Hundeführer an den Punkt zurück, an dem das
    Gespann die Fährte verlassen hat. Der weitere Fährtenverlauf
    (Fluchtrichtung) wird von den Richtern nicht mitgeteilt.
    Verbessert sich der von der Fährte abgekommene Hund selbstständig, oder korrigiert der Führer seinen von der Fährte
    abgekommenen Hund, gilt das nicht als neues Anlegen. 
  • Zum Bestehen der Prüfung muss das Gespann (Führer und Hund)
    das ausgelegte Stück selbstständig finden. Arbeiten, die nicht
    den Anforderungen einer Schweißarbeit entsprechen, können
    von den Richtern auch schon vor dem dritten Abruf abgebrochen
    werden. Ein Hund, der das ausgelegte Stück gefunden hat, hat
    das Prüfungsfach bestanden.
  • Der Riemenarbeit dürfen einzelne Zuschauer nur dann folgen,
    wenn der Führer des Hundes und die Richter damit einverstanden sind.
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Bringen von Haarwild auf der Schleppe im Feld

  • Die Haarwildschleppe ist von einem Richter auf bewachsenem
    Boden mit Nackenwind unter Einlegung von zwei stumpfwinkligen Haken mindestens 300 Meter (400 Schritt) mit Kanin oder
    Hase zu legen. Die Entfernung zwischen den einzelnen Schleppen
    muss überall mindestens 100 Meter betragen.
  •  Am Ende ist das geschleppte Stück frei (nicht verdeckt oder in
    eine Bodenvertiefung) von allen Schlepphilfen befreit abzulegen.
    Danach hat sich der Richter in geradliniger Verlängerung der
    Schleppe 15 bis 20 Meter zu entfernen und sich so zu verbergen,
    dass er vom Hund nicht eräugt werden kann. Der Hund darf das
    Legen der Schleppe nicht eräugen.
  • Der Führer darf die ersten 20 Meter der Schleppe an einer Leine
    arbeiten, dann muss er den Hund ablaufen lassen und stehenbleiben.
  •  Falls der Hund ohne gefunden zu haben zurückkehrt und nicht
    selbstständig die Schleppe wieder annimmt, darf der Führer ihn
    noch zweimal ansetzen. Unter Ansetzen ist hierbei jede Einwirkung des Führers auf den Hund zu verstehen, erneut die
    Schleppe aufzunehmen. Ein Hund, der gefunden hat und das
    Stück nicht selbstständig bringt, darf nicht noch einmal angesetzt
    werden und kann die Prüfung nicht bestehen.
  •  Gefordert wird williges, schnelles und selbstständiges Finden,
    sowie schnelles Aufnehmen und freudiges Bringen des Stückes
    ohne Einwirkung bei Fehlverhalten des Hundes durch den
    Führer.
  •  Beim Hereinkommen des Hundes mit dem Stück ist bei korrekter
    Arbeitsweise jagdnahes Loben zulässig.
  •  Wird der Hund bei der Schleppenarbeit oder beim Bringen durch
    außergewöhnliche Umstände gestört, so ist es in das Ermessen
    der Richter gestellt, ihm eine neue Arbeit zu gewähren.
    Verleitungen durch Wild stellen keine außergewöhnlichen
    Umstände dar.
  • Totengräber, Anschneider oder hochgradige Knautscher sind
    jagdlich unbrauchbar und von der Weiterprüfung auszuschließen.

Dein Ansprechpartner

Hubert Vogel

Hungerbergstr. 25, 88339 Bad Waldsee

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